„Der Blaubeerwichtel“ – Nathalie Klüver, Jesscica Druwe

„Der Blaubeerwichtel“ – Nathalie Klüver, Jesscica Druwe

Dezember 4, 2020 0 Von Maike

Erzählt doch mal, ist bei euch auch in dieser Adventszeit ein kleiner Wichtel eingezogen? Überall sieht man kleine Wichteltüren, hinter denen ein Lasse oder Nisse wohnt, der in der Nacht allerhand Unsinn im Haus anstellt. Aber es werden auch nette Briefe an die Kinder geschrieben, kleine Geschenke überbracht oder Aktionen angekündigt. Natürlich gibt es auch einige Wichtelbücher, denn man muss sich genügend Wissen zu den kleinen Besuchern anlesen – das ist doch klar. Letztes Jahr hat Nathalie Klüver, die eine besondere Liebe mit Finnland verbindet, mit „Der Blaubeerwichtel“ eine sehr süße Wichtelgeschichte herausgebracht. Vielleicht kennt ihr Nathalie von ihrem Familienblog „Eine ganz normale Mama„.

Was ein Wichtel so alles macht

An einem schönen finnischen See mitten im Wald lebt ein kleiner Wichtel, der von allen nur der Blaubeerwichtel genannt wird. Denn er liebt – das ist ja klar – nichts mehr als die kleinen blauen Beeren. Dank seiner Zauberei hat er auch im Winter, wenn er für den Weihnachtsmann arbeitet, immer frische Früchte zur Verfügung. Während seiner Arbeitszeit verpackt er die Geschenke für die Kinder und überlegt genau, welches Papier er nehmen soll. Da kommt ihm eine Idee: da Blaubeeren ja das Schönste sind, packt er in jedes Geschenk einige hinein.

Am Weihnachtstag kommt die Überraschung bei vielen Kindern leider nicht so gut an, denn die Geschenke sind blau verfärbt und matschig. Sie schreiben an den Weihnachtsmann, der sich über die viele Post nach Weihnachten doch etwas wundert. Dem ist schnell klar, dass der Blaubeerwichtel da seine Hände im Spiel hat. Aber sauer ist er nicht, denn ihm ist klar: der Wichtel hat es gut gemeint und den Kindern von seinem Liebsten abgegeben. Der Weihnachtsmann hat eine gute Idee, wie er allen helfen kann. Er bringt den Kindern Ersatzgeschenke und der Blaubeerwichtel darf mitkommen und persönlich seine Beeren an die Kinder verteilen – ohne Beerenmatsch und blauen Geschenken.

Süßer Wichtel mit großem Herzen

Die Geschichte rund um den kleinen Wichtel, seine große Blaubeerleidenschaft und die missglückte Weihnachtsüberraschung ist sehr niedlich und kindgerecht. Beim Lesen ahnen die Kinder schon, was aus der Idee mit den Blaubeeren im Paket wird. Aber man sieht es genauso wie der Weihnachtsmann dem kleinen Wichtel nach, denn er hat es doch einfach nur nett gemeint. Denn für ihn war klar, dass alle bestimmt auch das sehr lieben werden, was er liebt. Und diese Botschaft ist einfach schön und sicherlich auch gut auf den Alltag übertragbar.

Die Illustrationen sind nicht soo ganz mein Fall, aber die Kinder finden es sehr süß, und das ist ja die Hauptsache. Sie sind ganz verzaubert von diesem kleinen Wichtel mit dem großen Herzen und der Blaubeerleidenschaft. Besonders toll finden sie es, dass der Wichtel dann bei der „Zusatzreise“ des Weihnachtsmannes mitreisen darf. Ich musste herzlich schmunzeln, als dieser – eigentlich schon im verdienten Urlaub – seine Sauna verlassen muss und nochmal in Aktion treten muss. Wir empfehlen diese farbenfrohe Weihnachtsbilderbuch, das zusätzlich etwas Sommergefühl bietet, für Kinder ab 3 Jahren.

Wenn ihr noch mehr schöne Weihnachtsbücher sucht, dann schaut doch mal hier, da werdet ihr bestimmt fündig.

Nathalie Klüver, Jesscica Druwe (Illustration), Der Blaubeerwichtel, Kilian Andersen Verlag 2019.

Das Buch wurde uns vom Verlag für eine Rezension zur Verfügung gestellt.

Please follow and like us: