„Konrad hüpft zum Hauptgewinn“

„Konrad hüpft zum Hauptgewinn“

März 3, 2026 0 Von Maike

[unbezahlte Werbung Rezensionsexemplar] Immer wieder zeigen verschiedene Studien, dass sich Kinder zu viel sitzen und sich viel zu wenig bewegen (ebenso wie die Erwachsenen). Dabei hat es für die gesamte Entwicklung so viele Vorteile, wenn die Kinder sich schon im jungen Alter für Bewegung begeistern können – und das dann auch hoffentlich weiter fortführen. Es muss gar nicht immer unbedingt die Mitgliedschaft im Sportverein sein. Wenn viel Bewegung in den kindlichen Alltag eingebaut wird und zu seiner Selbstverständlichkeit wird, ist schon sehr viel erreicht.

Aus der wundervollen Buchreihe „Starke Kinder, starke Bücher“ ist nun mit „Konrad hüpft zum Hauptgewinn“ von Renate Zimmer und Julia Ginsbach genau zu diesem Thema ein sympathisches Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren erschienen. In dieser Geschichte lesen wir über Freundschaft, die Schwierigkeit, aber auch das gute Gefühl, den „inneren Schweinehund zu überwinden“ und Freude an der Bewegung.

Obwohl Konrad ein Känguru ist, mag er es gar nicht so sehr, viel herumzuhüpfen. Am liebsten sitzt er auf dem Sessel und schaut in der Gegend herum. Seine Mutter findet das gar nicht so gut und versucht immer wieder in dazu zu überreden, an die frische Luft zu gehen. Konrads beste Freundin, die Rennmaus Rita, ist da anders. Sie saust gerne schnell durch die Gegend und versucht auch heute, ihren Freund zur Teilnahme an einem Sprungwettbewerb zu motivieren. Dabei gibt es sogar eine Popcornmaschine zu gewinnen! Die Aussicht darauf ist doch verlockend, auch wenn Konrad gerne einfach sitzen bleiben würde.

Die beiden machen sich auf den Weg und müssen über Baumstämme und Felsen klettern und über einen Bach balancieren, um zum Wettkampfplatz zu gelangen. Dort steht ein Trampolin, auf dem schon viele Tiere hüpfen – und dort steht auch die Popcornmaschine. Also steigt auch Konrad auf das Trampolin und schafft einen so hohen Sprung wie kein anderes Tier. Damit hat er sich den Hauptgewinn gesichert, der sich aber doch als Trampolin für Zuhause heraus stellt. Alle Tiere freuen sich und sich machen sich gemeinsam auf den Rückweg, der sie wieder über Stock und Stein führt. Konrads Mutter freut sich sehr und auch das kleine Känguru merkt, dass es doch Spaß macht, sich zu bewegen. Nach so einem Tag voller Hüpfen und Springen kann man dann aber gerne ein Pause im gemütlichen Sessel machen.

Viele Kinder können sich sicherlich gleich mit Konrad identifizieren. Es ist doch ganz nett auf der Couch oder im gemütlichen Sessel, wenn man einfach nichts tut und sich nicht allzu sehr anstrengen muss. Dabei ist es oft so, dass genau diese Anstrengung gar nichts Schlechtes ist und auch Spaß machen kann – wenn man sich einmal dazu überwunden hat. Hier schafft es Konrads Freundin, ihn zum Aktivsein zu ermutigen – wenn auch mit einem kleinen Trick. Und der Junge merkt, dass es gar nicht schlecht ist, in Bewegung zu sein und dass man danach auch noch immer genug Zeit für eine Pause auf dem Sessel hat. Eine liebenswerte Geschichte mit niedlichen Illustrationen und einer wichtigen Botschaft, toll auch für den Einsatz im pädagogischen Kontext.

Please follow and like us: