„Der achtsame Tiger. Und plötzlich kann ich fliegen“
[unbezahlte Werbung Rezensionsexemplar] Kennt ihr schon „Der achtsame Tiger“? Mittlerweile ist nun mit „Und plötzlich kann ich fliegen“ der dritte Teil dieser bezaubernden Bilderbuchreihe für Kinder ab 3 Jahren erschienen. In der von Max & Niclas geschriebenen und von Ekaterina Savic illustrierten Geschichte dreht sich dieses Mal alles um das Thema Perspektivwechsel und Zusammenarbeit unter Freunden mit verschiedenen Fähigkeiten.
Der eine kann etwas, das der andere nicht kann. Dafür hat dieser wieder eine andere Besonderheit. Gemeinsam kann man dafür sorgen, dass sich diese Fähigkeiten verbinden und man sich so in die Perspektive des anderen hinein versetzen kann. Diese schöne Botschaft bekommen wir mit einer liebenswerten und wirklich schön illustrierten Geschichte.

Es ist noch früher Morgen im Dschungel, aber der Tiger hört schon allerlei Geräusche. Heute aber ist etwas anders als sonst! Da gerade ein richtig guter Wind zum Drachensteigen herrscht, kümmert er sich erstmal nicht weiter darum und zieht mit seinem Drachen los. Als dieser sich an einem Baum verfängt, kommt dem Tiger ein Gedanke: Wie wäre es wohl, wenn er fliegen könnte wie die Vögel? Das wäre bestimmt wundervoll. Auch andere Tiere hegen gerade ähnliche Gedanken. Ein Tukan schaut anderen beim Schwimmen zu und überlegt, wie es wohl wäre, wenn man richtig gut tauchen könnte. Das Seepferdchen fände es schön, so wie die Ameisen laufen zu können.
Während alle so überlegen, werden alle Tiere zu einer Versammlung gerufen, weil der Tausendfüßler Hilfe benötigt. Er hat am Tag zuvor einer Raupe seine Schuhe geliehen und nun ist diese weg – zusammen mit den Schuhen. Natürlich helfen die anderen gerne bei der Suche mit und teilen sich dafür in drei Teams auf. Die einen Tiere suchen in der Luft, die anderen an Land und die dritte Gruppe sucht im Wasser. Lange bleibt ihre Mühe erfolglos, bis sie irgendwann alle Schuhe auf einer Lichtung finden. Darüber fliegt ein Tier, das noch niemand von ihnen gesehen hat, aber doch bekannt vorkommt. Aus der Raupe ist ein Schmetterling geworden, der ihnen nun erstmal erklärt, wie seine Metamorphose vonstatten geht.
Die anderen sind fasziniert: erst war das Tier im „Team Land“, nun im „Team Luft“. Das erinnert einige Tiere wieder an ihren Wunsch, auch mal in das andere „Team“ schnuppern zu können. Mit ein wenig Kreativität schaffen es die Tiere, das möglich zu machen. Sie basteln dem Tukan einen Schnorchel und dem Seepferdchen ein kleines Aquarium, mit dem es durch den Dschungel getragen werden kann. Und Tiger? Für ihn basteln sie ein Fluggestell, mit dem er, von Vögeln getragen, durch die Luft fliegen kann. Die drei finden es wirklich spannend, die Welt mal auf einer anderen Perspektive zu sehen. Dadurch erkennen sie auch, was sie alle erreichen können, wenn sie sich gegenseitig unterstützen.
