Das Wilde Haus der Tiere – Das Drama-Lama

Das Wilde Haus der Tiere – Das Drama-Lama

Januar 25, 2019 0 Von Maike

Es gab in letzter Zeit viele Kulttiere: Einhörner, Faultier, Flamingos und Lamas! Und Loretta aus „Das Wilde Haus der Tiere. Das Drama Lama“ von Poßberg & Böckmann ist ein ganz besonderes Exemplar.

Meerschweinchen Maffi soll von einem Umzugswagen in ihr neues Zuhause gebracht werden, doch da passiert es: der Käfig fällt unbemerkt aus dem LKW, springt auf und Maffi sitzt auf der Straße, zum Glück unverletzt. Sie ist zum ersten Mal ganz alleine und beschließt, dem Lkw zu folgen, um zu Lily, ihrer Besitzerin, zu kommen. Sie ist irgendwann ganz verzweifelt, bis sie auf eine Ratte tritt und ihr Leid mitteilt. Die Ratte rät ihr, dass ihr nur das Wilde Haus weiterhelfen kann, hat aber keine Idee, wo dies zu finden ist. Maffi läuft erschöpft weiter und legt sich irgendwann in einem scheinbar unbewohnten Haus schlafen.
Morgens wird sie von Stimmen geweckt und erschrickt sofort: sie ist umringt von vielen Tieren. Luchs, Hirsch, Fledermaus, Chamäleon und Meise schauen neugierig den Besucher an und begrüßen sie tatsächlich im Wilden Haus der Tiere.

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Während die Tiere beraten, ob Maffi bei ihnen bleiben kann, hört sie, wie durch ein geheimnisvolles Sehrohr ein dringender Auftrag rein kommt: aus dem Zirkus muss ein Tier mit Punkten gerettet und in die Heimat zurück gebracht werden, weil es das letzte seiner Art ist. Und weil Maffi die einzige ist, die den Auftrag gehört hat, darf sie sich dem Abenteuer anschließen.
Am Zirkus angekommen, finden sie recht schnell da zu befreiende Tier: ein übellauniger Gepard, der gar nicht gerettet werden möchte. Kaum haben die Freunde mühevoll ein Schlafmittel für den Geparden besorgt, um ihn so gefahrlos befreien zu können, merken sie, dass dies das falsche Tier war. Der Auftrag galt tatsächlich einem Lama, das gerade aus dem Zirkuszelt heraus kommt. Das Lama heißt Loretta, ist der Star der Manege und hat gerade ihren großen Auftritt. Die wilden Tiere sehen, wie ein Mann in die Manege kommt und es scheint, dass er gleich mit Messern nach Loretta werfen wird. Sie stürmen in das Zelt und stürzen sich mit viel Tumult auf den Messerwerfer, was Loretta verwirrt, weil der Auftritt vermasselt wurde.
Sie lässt sich aber dennoch überzeugen, mit in das Haus der Wilden Tiere zu kommen. Sie berichten ihr von ihrer Heimat Peru und bringen schlussendlich das Lama dorthin. Loretta fühlt sich sofort heimisch und auch Maffi ist erstaunt, dort andere Meerschweinchen zu sehen. Sie wird vor die Wahl gestellt, dort bleiben oder mit nachhause kommen und sich dem Haus der Wilden Tiere anzuschließen. Maffi entscheidet sich für Letzteres und freut sich, Teil des Teams zu sein. Dann kann sie sich auch wieder auf die Suche nach ihrer Menschenfreundin Lily machen.

Fazit

Wir haben das Buch vorgelesen, aber für etwas geübtere Leser ist es auch gut zu schaffen. Maffi und die anderen Tiere schließt man sofort ins Herz. Die Geschichte ist spannend und die Leser können richtig mit Maffi und auch später mit dem Lama Loretta mitfiebern. Mein Sohn hatte viele Fragen zum Zirkus-Umfeld und fande es gut, dass das Lama schlussendlich nicht mehr dort bleibt, sondern die Freiheit vorzieht. Auch der Zusammenhalt der verschiedenen Tiere, die friedlich im Haus der Wilden Tiere zusammen leben, obwohl sie von Natur aus eigentlich Fressfeinde sind, hat ihm gut gefallen.

Andrea Poßberg, Corinna Böckmann, Das Wilde Haus der Tiere – Das Drama-Lama, Südpol Verlag, ISBN 978-3943086775