„Meine Abenteuer mit Uropa“ – Tone Mygind Rostboll

„Meine Abenteuer mit Uropa“ – Tone Mygind Rostboll

April 16, 2019 0 Von Maike

Die Vorstellung, dass Kinder noch (Ur-) Großeltern haben, die spannende Geschichten aus ihrem Leben erzählen können, ist einfach großartig. Der fünfjährige Theodor in „Meine Abenteuer mit Uropa“ von Tone Mygind Rostboll hat dieses Glück.

Sein Uropa, der in einer Hütte auf einem Fjell in Norwegen lebt und den er oft besucht, weiß viele Geschichten von früher zu erzählen.
Dann berichtet er von seinem Freund Pummel, mit dem zusammen er z. B. Heldentaten begehen wollte, um Indianernamen zu bekommen. Oder mit dem er mal ein echtes Schiff gebaut und seinem Vater erzählt hat, dass sie damit auf das Meer gesegelt seien und als Strafe dafür Hausarrest bekommen hat.
Opa erzählt auch, dass er, als er ein Schulkind war, er manchmal lieber in den Wald und in seine geheime Höhle gehen wollte als in die Schule und er sich heute sicher ist, dass er dort manchmal mit Einsatz seiner Fantasie viel mehr gelernt hat.

Theodor lässt sich von den Geschichten des Uropas inspirieren. So möchte er ebenso wie Uropa und Pummel eine Seifenkiste bauen, auch eine Meerjungfrau beim Angeln sehen und beim Pilze Pflücken einen Bären sehen.
Eines morgens ist der erste Schnee gefallen und Theodor kann es kaum erwarten, diesen unter seinen Füßen zu spüren. Er schnappt sich den Schlitten und rodelt ganzen Tag, ohne die Kälte zu spüren. Irgendwann merkt er doch, wie erschöpft er ist und Uropa trägt ihn hinein ins Haus. Dort backt er Theodor die leckersten Waffeln und erzählt ihm dabei die Geschichte, wie er und Pummel früher einmal ein eigenes Hotel im Vorgarten gebaut und dort sogar richtige Gäste bewirtet haben.

Zuletzt erzählt Uropa noch die Geschichte, wie er und Pummel im Wald den schönsten Weihnachtsbaum suchten und auch Theodor feiert mit seinem Uropa Weihnachten, mit einem selbstgeschnitzten Holzschwert samt Ritterschlag als Geschenk.

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Fazit

Das Buch nimmt die Leser auf wunderbare Weise mit in eine Welt aus Abenteuern, Wildnis und Fantasie, so dass man selbst gerne durch die Wildnis Norwegens streifen möchte. Die durchgängig farbigen Illustrationen ergänzen dies ganz wundervoll. Die Geschichte verläuft auf zwei Ebenen, man hat einmal die Erlebnisse Theodors mit seinem Uropa und dessen Erzählungen aus seiner Kindheit. Die Kapitel haben gerade zum abendlichen Vorlesen für Kinder ab 5 Jahren eine ideale Länge.

Tone Mygind Rostboll, Peter Bay Alexandersen (Illustration), Meine Abenteuer mit Uropa, aus dem Dänischen von Franziska Hüther, Woowbooks Verlag.