„Was ist denn ein Kattonk?“ – Sabine Bohlmann und Emilia Dziubak
[unbezahlte Werbung Rezensionsexemplar] Die kindliche Fantasie ist grenzenlos und es ist immer wieder so schön zu sehen, wenn Kinder diese so richtig ausleben. Haben eure Kinder schon einmal ein Haus oder eine Weltraumrakete aus alten Pappkartons gebastelt? Haben die damit Burgen oder Hindernisse gebaut und sich so stundenlang in ihr Spiel vertieft? Genau über diese wunderbare Art des fantasievollen Spiels lesen wir im bezaubernden neuen Bilderbuch „Was ist denn ein Kattonk?“ von Sabine Bohlmann und Emilia Dziubak. Mit wunderschönen Illustrationen und einer liebenswerten Geschichte für Kinder ab 4 Jahren haben wir hier ein Bilderbuch, das definitiv Lieblingsbuch – Potential hat.

Bei einem Spaziergang über eine Wiese findet eine kleine Maus ein komisches Ding, von dem sie sich nicht erklären konnte, was es ist. Sie umkreist den Kasten, klopft darauf, hat aber immer noch keine Idee. Ein Opossum kommt vorbei und schaut sich auch genau das Ding an. Es ist sich sicher, dass es ein Schiff sein muss! Also stellen sich die beiden vor, wie sie damit in See stechen. Als ein Frosch das sieht, ist er etwas verwundert. Das kleine Tier kann sich nicht vorstellen, dass es sich dabei um ein Schiff handelt. Für ihn sieht es mehr wie ein Flugzeug aus. Er klettert zu den beiden auf das Ding hinauf und sie fliegen hoch in den Himmel, durch Wolken hindurch und an großen Vögeln vorbei – zumindest in ihrer Vorstellung.

Ein Bär beobachtet sie dabei und hat natürlich auch eine Meinung dazu. Für ihn ist das Ding ein Haus, in dem man es sich mit einer Tasse Tee gemütlich machen kann. Weiter geht das Spiel, bis erst eine Elster vorbei schaut, die darin einen Laden für Glitzersachen sieht, und dann eine Taube, die wieder etwas ganz anderes sagt. Sie ist viel in der Stadt unterwegs, hat diese Ding schon häufig gesehen und weiß, dass es „Karton“ genannt wird. Dort werden Sachen hinein gepackt und danach wird er weg geworfen. Das finden die anderen doch ganz schön enttäuschend und es fließen einige Tränen. Am Ende kann die Taube alle doch beruhigen, denn sie gibt zu, dass man damit auch wunderbar spielen kann und dass ein Karton alles sein, was man sich nur vorstellen kann.

Es ist so wunderbar zu sehen, wie aus einem Pappkarton durch die Kraft der Fantasie so viele verschiedenen Dinger werden können und die Tiere so das eine oder andere Abenteuer erleben. Der eine sieht etwas ganz anderes darin als der andere, aber sie lassen sich auf alles ein und spielen jede Idee durch. Die Illustrationen sind gewohnt wundervoll.