Eigenes Gemüse  – Gärtnern mit Kindern

Eigenes Gemüse – Gärtnern mit Kindern

Februar 16, 2019 0 Von Maike

Kinder und Gärtnern, passt das zusammen? Unbedingt! [alles selbst gekauft, Werbung da Marken erkennbar] Schon kleinere Kinder haben großen Spaß am Einpflanzen, Gießen und später vor allem am Ernten und Blumen Pflücken. Es ist für sie ein tolles Erlebnis, dass man selbst etwas anbaut, was man später essen kann und sie sind ganz stolz, wenn man die ersten Erfolge sehen kann. Zugleich können sie Verantwortung übernehmen, indem sie z.B. für das Gießen zuständig gemacht werden. Zudem bin ich mir sicher, dass selbst mäkeligen Essern das Gemüse aus dem eigenen Garten deutlich besser schmecken wird als das aus dem Supermarkt.

Wir haben schon seit Jahren u. A. ein großes Gemüsebeet und die Kinder sind eifrig dabei. Im Folgenden möchte ich euch einige Tipps vor alle für den Gemüseanbau mit Kindern geben. So langsam aber sicher steht der Frühling in den Startlöchern. Und selbst wenn noch ein paar kalte Wintertage kommen werden, so kann man jetzt schon die ersten Vorbereitungen treffen. Zunächst müssen einige Überlegungen getroffen werden.

Zumindest die Hälfte unseres Gemüsebeetes haben wir schon umgegraben.

Wieviel Platz habe ich?

Als allererstes muss natürlich geschaut werden, wieviel Platz ich für das Gärtnern mit Kindern habe. Hat man einen Balkon oder eine Fensterbank zur Verfügung, kann man vielleicht einen kleinen Blumenkasten oder einen Topf erübrigen. Gibt es einen Garten, muss ich überlegen, ob ich etwas in einem (größeren) Kübel anpflanzen möchte oder sogar ein Stück Beet zur Verfügung habe.

Die ersten Tomatensamen sind im Anzuchttopf

Was möchte ich anpflanzen?

Hier kommt es natürlich sehr auf den Platz an. Einige Gemüsesorten bieten sich aber mehr für Kinder an als andere.

  1. Tomaten: Diese eignen sich natürlich besonders gut für Anbau auf dem Balkon oder im kleinen Topf auf der Terrasse. Sie sollten vom Standort her auf jeden Fall keinem direkten Regen ausgesetzt sein. Für Kinder empfehle ich am besten kleine Cocktailtomaten zum direkten Naschen. Die Kinder können dabei mehr, öfter und auch schneller ernten als bei den „großen“ Sorten. Vor der Ernte können etwas größere Kinder auch helfen, unnötige Triebe an der Pflanze abzukneifen und die Pflanze wenn nötig neu an einem Stock anbinden. Beim Gießen muss man darauf achten, stets von unten und nicht auf die Blätter zu gießen, aber auch das verstehen Kinder ab vier oder fünf Jahren recht schnell.
  2. Pflücksalat: Dieser Salat eignet sich sehr gut, wenn man nicht viel Platz zum Anpflanzen hat. Man kann ihn Blatt für Blatt ernten und das über einen langen Zeitraum, anders als z.B. beim normalen Kopfsalat oder Eisbergsalat, den man immer als Ganzes erntet. Der Standort sollte sonnig oder halbschattig sein.
  3. Radieschen: Radieschen sind besonders beliebt, weil sie früh im Jahr gesäht werden können und schnell wachsen und nach kurzer Zeit geerntet werden können. Und da viele Kinder nicht unbedingt soo viel Geduld mit sich bringen, ist das ein großer Vorteil. Wenn man kein Bert zur Verfügung hat, reicht auch ein länglicher Blumenkasten.
  4. Erdbeeren: Erdbeeren sind wahrscheinlich, wenn auch kein Gemüse, der Klassiker unter den Früchten, die sich für den Anbau und die Ernte mit Kindern eignen. Neben den klassischen Sorten gibt es Pflanzen, die über Monate hinweg immer wieder Früchte tragen. Wer Platz hat, kann auch wunderbar Himbeer– oder Johannisbeersträucher pflanzen und die Kinder ernten lassen.

Es gibt natürlich noch viele weitere Gemüsesorten, die man gut anbauen kann. Wir haben immer auch Zucchini im Gemüsebeet. Man kann diese wie auch Tomaten selbst aus Samen vorziehen oder auch als kleine Pflanze kaufen. Hat man kein Beet, würde es auch ein großer Kübel tun, wobei die Pflanze dann noch etwas Platz zum Ranken braucht. Bei uns bringt eine Zucchinipflanze immer extrem viele Früchte und ist sehr robust.

Möhren und Zwiebeln (am besten nah aneinander gepflanzt, um Schädlingen vorzubeugen) sind natürlich bei vorhandenem Platz im Beet auch immer toll, brauchen aber auch einige Zeit zum Wachsen. Erbsen finden unsere Kinder auch sehr spannend, man braucht nur hierfür schon etwas Platz und ein Rankgitter o. Ä.. Wenn man viel Platz hat, sind Kartoffeln natürlich auch sehr einfach anzubauen und Kinder können wirklich toll beim Einsetzen und auch beim Ernten helfen.

Was hier nicht gut funktioniert…

Mit allen Kohlsorten hatten wir nie wirklich Glück. Entweder wuchsen sie nicht richtig oder es waren ständig Schädlinge daran und haben für viel Frust gesorgt. Paprika und Aubergine haben bei uns auch nie wirklich für eine gute Ernte gesorgt. Es gab höchstens sehr kleine Früchte und der Aufwand hat sich nicht gelohnt. Für solche Pflanzen wäre dann vielleicht ein Gewächshaus toll.