„Ein Licht“
[unbezahlte Werbung Rezensionsexemplar] Heute, am dunkelsten Tag des Jahres, habe ich noch ein ganz besonderes Bilderbuch für euch, das eine sehr schöne Botschaft mit sich bringt, die rein bildlich gut in die kalte und dunkle Jahreszeit passt, aber auch sonst Mut und Hoffnung geben kann.

In „Ein Licht“ von Christie Matheson und Anuska Allepuz folgt auf eine kleine, mutmachende Handlung eines Kindes die nächste und dann wieder die nächste, bis alles hell erleuchtet ist. Das kann als Metapher und als Aufruf verstanden werden, selbst tätig zu werden und so andere mit kleine Gesten des Mitgefühls, der Freundlichkeit und des guten Mutes zu inspirieren. So kann es besonders gut im pädagogischen Kontext, im Kindergarten und in der Grundschule eingesetzt werden. Die sehr künstlerischen Illustrationen, die vielleicht eher den Erwachsenen als den Kindern zusagen, sind in dunklen Tönen gehalten, so dass die einzelnen Lichter besonders ins Auge fallen.

An einem kalten und regnerischen Abend schaut Emilia aus dem Fenster ihrer Wohnung auf die dunkle Straße. Da gab es nicht viel zu sehen und das Mädchen fühlte sich einsam. Wenn doch nur ein Licht scheinen würde! Sie erinnert sich an eine Laterne, die sie mal gebastelt hat und zündet darin mit Hilfe ihrer Mutter vor der Haustür eine Kerze an. Doch der starke Wind pustet das Licht sofort wieder aus. Sie versucht es wieder, bis es funktioniert und geht mit einem guten Gefühl in ihr Haus zurück. Wenig später kommt Sam, der den Kopf gerade voller Gedanken hat, an diesem Haus vorbei. Das Licht zaubert ihm ein Lächeln auf das Gesicht und er fühlt sich ein wenig besser. Zuhause zündet auch er ein Licht an und stellt es auf das Fensterbrett, so dass alle es sehen können.

Dort kommt Harriet vorbei, die auch gerade viel zu tun hat und meist wenig auf die Umgebung achtet. Auch sie freut sich über das Licht und zündet bei sich selbst eines an. So geht es weiter. Ein Mann sieht dieses Licht in der Dunkelheit und freut sich darüber, sein Licht wiederum gibt einer gestressten Mutter ein wenig Kraft und ihr Licht ermutigt weitere Nachbarn dazu, auch die Dunkelheit zu erhellen. Die Nacht bleibt stürmisch, aber bald schon sieht man viele Lichter leuchten. Emilia staunt darüber, wie viel ein einzelnes Licht doch bewirken kann!
aus dem Amerikanischen von Diana Steinbrede