Selberlesen ab 8 Jahren: „Ponystarke Ferien. Ein Pferdetraum wird wahr“
[unbezahlte Werbung Rezensionsexemplar] Diese Geschichte hätte ich früher als Kind gerne gelesen! „Ponystarke Ferien. Ein Pferdetraum wird wahr“ von Antje Szillat und Vanessa Holm ist beste Ferienlektüre für Kinder, die gerne locker – leichte Pferde- und Freundschaftsgeschichten lesen. Mit eher kurzen Kapiteln und zahlreichen schwarz – weiß Illustrationen von Isabelle Göntgen ist das Ganze schon für Kinder ab 8 Jahren gut lesbar, Vorlesen geht eher. Besonders schön finde ich an dieser Geschichte, dass neben vier Mädchen noch zwei Jungen auf dem Hof Reitferien machen, sich gerne um die Pferde kümmern und ganz selbstverständlich so gut reiten können wie die Mädchen. Das findet man in vielen anderen Pferdegeschichten, die eher „immer nur Mädchen“ sind, nicht. Also: Daumen hoch dafür, dass hier sichtbar wird, dass es ein Hobby für beide Geschlechter ist.

Toni ist schon ziemlich traurig, dass sie nun für vier Wochen nicht mehr am Reitstall sein kann, an dem sie regelmäßig Reitunterricht bekommt. Sie fühlt sich dort so wohl und mag das Zusammensein mit den Pferden sehr. In den Sommerferien haben die Tiere aber Pause und sie wird die Zeit im Garten ihrer Eltern verbringen. Das ist grundsätzlich auch ganz nett, aber sie würde lieber wie ihre Freundin Merle die Ferien auf einem Ponyhof in Dänemark verbringen. Als diese dann anruft und sagt, dass dort spontan noch ein Platz frei geworden ist und sie mitkommen kann, bricht großer Jubel aus. Schon die Fahrt dahin ist für die beiden Mädchen spannend und sie bestaunen die schöne dänische Landschaft. Noch mehr stauen sie aber über den tollen Reiterhof, auf dem sie die ersten Ferienkinder sind. Sie werden freundlich von Tati, der Tochter der Besitzerin, begrüßt, die ihnen sofort alles Wichtige zeigt. Vier weitere Urlaubsgäste kommen noch dazu. Die Zwillinge Jana und Jelko, der schüchtern wirkende Philipp und Emilia, die sofort durch ihr sehr teure Reitkleidung auffällt.

Zusammen mit Tatis Mutter Nessi machen sie bald auch Bekanntschaft mit den Hühner – und natürlich mit den Ponys. Die beiden Freundinnen finden alles dort super. Aber sie sind sich auch darüber einig, dass die zickige und verwöhnte Emilia gar nicht zu Ponyhof zu passen scheint. In der nächsten Zeit helfen sie fleißig bei den anfallenden Arbeiten mit, machen Stockbrot am Lagerfeuer und erzählen sich Gruselgeschichten über eine Schattenhexe. Und dann dürfen sie endlich auf den Ponys reiten. Alle sind glücklich, nur Emilia hat immer wieder etwas zu Meckern und geht damit allen anderen ziemlich auf die Nerven. Nach und nach geschehen aber einige merkwürdige Ereignisse. Ein sonst sehr braves Pony wird ganz schön wild, nachts scheint eine Gestalt über den Hof zu schleichen und am Morgen sind die Ponys plötzlich auf einer weiter entfernten Weide und niemand weiß, wie sie dorthin gekommen sind. Sind das alles nur Zufälle oder steckt mehr dahinter?

Für zwei Freundinnen geht der Traum von Ferien auf einen wunderschönen Ferienhof in Erfüllung. es gibt viele positive momente, aber auch einige Rückschläge. Sie treffen auf vier weitere Kinder, die alle ganz unterschiedlich sind. Wir haben dort noch einen schüchternen Junge, der beim Kontakt mit den Pferden so richtig aufblüht, einen selbstbewussten Jungen, der das Herz am richtigen Fleck hat und ein zunächst sehr unsympathisch wirkendes Mädchen, das aber ein Geheimnis verbirgt. Zum Glück verfolgt Toni den Grundsatz, dass sie jedem Menschen eine Chance – oder gleich mehrere – gibt und diesen vor einem Urteil besser kennen lernen möchte.