Blogger for Future: „Plastik? Probier’s mal ohne“

Blogger for Future: „Plastik? Probier’s mal ohne“

September 26, 2019 0 Von Maike

Es ist schon wieder Freitag und wir möchten euch ein weiteres Buch vorstellen, dass sich wunderbar dafür eignet, bei Kindern (und wohl auch bei sich selbst) ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir alle etwas tun können, um die Umwelt zu schützen. Das Thema Plastikmüll bzw. die Reduzierung oder sogar Vermeidung dessen ist momentan überall präsent. Von überall hört man Vorschläge, wie Unmengen an Müll vermieden werden können. Und doch denke viele, dass sie im Speziellen bei solchen Problemen eh nichts ausrichten können. Das kleine Büchlein „Plastik. Probier’s mal ohne. Worin Kunststoffe enthalten sind und wie wir sie einsparen können“ von D. Kienle und H. Hellmeier widmet sich auf 48 Seiten der Thematik und hat vor allem eine Botschaft: Jeder kann etwas tun!

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Inhalt

Was ist überhaupt das Problem?

Zunächst einmal geht es darum, das grundsätzliche Problem überhaupt zu verstehen. Dafür wird erklärt, was Plastik überhaupt ist, welche verschiedenen Arten von Plastik es gibt und was Erdöl mit dem Ganzen zu tun hat.

Plastik ist (leider? zum Glück?) langlebig, was hier am Beispiel der verschmutzten Meere und mit konkreten Zahlen verdeutlicht wird. Wusstet ihr z. B., dass bereits heute ca. 150 Milliarden Kilogramm Plastikmüll im Meer treibt, der nicht so schnell verrottet? Dort wird er von Tieren gefressen und gelangt auch durch diese als Mikroplastik auf unsere Essenstische. Es gibt verschiedene Versuche, die Meere davon zu säubern, aber die (!) Lösung ist leider noch nicht gefunden.

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Was kann ich selbst tun?

Nun geht es darum, selbst aktiv zu werden. Auf einer Seite für „Meine Plastik – Challenge“ können die persönlichen Ziele eingetragen werden, bevor es zu den 30 sehr konkreten Tipps geht, wie man seinen persönlichen Plastikmüll verringern kann. Man wird dazu angeregt, beim Einkaufen im Supermarkt mit einem sehr viel wacheren Auge durch die Regale zu gehen. Muss man beispielsweise einzeln eingeschweißte Kekse kaufen? Oder mag man nicht vielleicht den minimalen (bzw. finanziell schon etwas höhere) Aufwand in Kauf nehmen, und Milch und Joghurt im Pfandglas kaufen?

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Nicht nur das Thema Supermarkt steht im Blick, sondern auch das Verhalten im Bad und beim Kleidungskauf. Auch in der Schule kann man leicht Müll vermeiden (z. B. keine PET Flasche mitnehmen, sondern wiederbefüllbare) und auch beim Spielzeuglauf kann sich viel bewegen. Muss auf dem Kindergeburtstag billiges Plastikzeug als Mitgebsel geben, das später eh nur in der Ecke landet? Niemand muss Ballons in die Luft steigen lassen, um eine gute Party zu haben. Und auch Wegwerfgeschirr ist mehr als unnötig.

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Am Ende findet sich noch ein kurzes Interview mit einer Familie, die beinahe plastikfrei lebt sowie einige hilfreiche Adressen von Organisationen, falls man weiter zu diesem Thema aktiv werden möchte.

Fazit

Auch wenn die meisten Tipps in diesem Buch für zumindest etwas am Thema interessierte Erwachsene nicht neu sind, ist das Buch doch ein Gewinn. Kinder ab dem Grundschulalter (und noch darüber hinaus) bekommen einen umfassenden Überblick über die ganze Thematik. Um zu verstehen, warum man sein (Konsum-) Verhalten überdenken soll (und muss), muss natürlich erst einmal verstanden werden, welche Probleme der massive Plastikeinsatz mit sich bringt.

Die vielen Tipps lassen sich tatsächlich zumeist sehr leicht im Alltag umsetzen und es bedarf oft nur einer kleinen Umstellung der Gewohnheiten. Vielleicht setzen sich nach der Lektüre einige Familien zusammen und überlegen auf Tipps der Kinder hin, was verändert werden könnte, Denn jeder noch so kleine Schritt zählt. Den Einsatz des Buches in der Grundschule könnte ich mir auch sehr gut vorstellen.

Ein Buch über Umweltschutz muss natürlich auch klimafreundlich hergestellt worden sein und das ist hier mit dem Cradle to Cradle- Prinzip, wonach es produziert worden ist, der Fall.

Dela Kienle, Horst Hellmeier, Plastik. Probier’s mal ohne. Worin Kunststoffe enthalten sind und wie wir sie einsparen können“, Carlsen Verlag 2019, 5,00 €