„Das ist mein Beutel!“

„Das ist mein Beutel!“

Januar 8, 2026 0 Von Maike

[unbezahlte Werbung Rezensionsexemplar] Wenn es nicht mehr lange dauert, bis ein neues Geschwisterkind auf die Welt kommt, ist das eine aufregende Situation für die ganze Familie – auch für das Kind bzw. die Kinder, die schon in der Familie leben. Auf einmal ist man nicht mehr das kleinste oder auch nicht mehr das einzige Kind und man muss Mama und Papa teilen. Gar nicht so einfach! Da rollen viele verschiedene Gefühle auf das Kind zu, mit denen es erst einmal umgehen muss. So geht es auch dem kleinen Känguru in „Das ist mein Beutel!“ von Katalina Brause und Kathrin Fehrl. Eine liebenswerte und einfühlsame Geschichte für alle ab 3 Jahren, die ein Geschwisterkind erwarten.

Als Henri an diesem Abend wie immer in Mamas gemütlichen und behaglichen Beutel schlüpft, hat sie noch eine Überraschung für ihn. Er hofft auf einen neuen Fußball, wird aber ziemlich enttäuscht. Mama verkündet ihm, dass das neue Geschwisterchen, das bald kommen wird, dann in ihren Beutel schlafen wird und dass Henri eine neue Schlafgelegenheit neben Papa bekommt. Das kleine Känguru findet das wirklich schlimm! Das ist sein Beutel und den möchte er auch auf keinen Fall aufgeben! Er schreit und tobt und beschließt, niemals dort Platz zu machen. Ein paar Tage später ist es soweit. Als Henri vom Sport Nachhause kommt, ist das Baby da und sitzt in Mamas Beutel. Am liebsten würde er seine Schwester gleich wieder verschenken!

Mama versucht ihm klar zu machen, dass das Kleine nur im Beutel schlafen kann und es einfach nicht anders möglich ist. Und Papa verspricht ihm, dass sie es sich ganz besonders gemütlich machen werden. Henri möchte das alles nicht und läuft davon, um sich selbst einen neuen Platz zu suchen – ohne das kleine Dings zuhause. Zufällig läuft er in die Geburtstagsfeier einer Kaninchenfamilie hinein und darf dort mitspielen.

Das Geburtstagskind erzählt ganz stolz, dass die anderen Tiere alle seine Geschwister sind. Mit so vielen macht das Ganze schon Spaß, findet Henri. Als die Party beendet ist, erzählt Henri dem Kaninchen traurig, was ihn bedrückt. Sein neuer Freund kann ihn aber beruhigen und klar machen, wie schön es ist, eine Familie mit mehreren Mitgliedern zu haben. Henri möchte nun dringend zu seinen Eltern und dem Baby, das auch nun wirklich einen Namen haben muss. Er darf diesen aussuchen und in der kommenden Nacht kuscheln sich alle eng zusammen. Henri ist zwar nicht mehr im Beutel seiner Mama, aber fühlt sich trotzdem zufrieden und geborgen.

Diese schöne Geschichte nimmt die Sorgen und Ängste – und auch die dadurch entstehende Wut – des Kindes ernst. Es ändert sich so viel Gewohntes, was für Henri gar nicht leicht ist. Da können sich die Eltern noch so anstrengen und mit ihm reden. Erst der Blick in eine andere Familie und das Gespräch mit einem KInd, das mehrere Geschwister hat, kann ihm die Sorgen nehmen. Das Buch mit den liebevollen und wirklich niedlichen Illustrationen kann gut als Gesprächsanlass dienen!

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