“Magic Bookshop. Im Bann des dunklen Magiers”
[unbezahlte Werbung Rezensionsexemplar] Hier habe ich eine Geschichte für all diejenigen, die gerne etwas mit viel Spannung und Magie lesen, sich über einen historischen Hintergrund freuen und es auch gerne haben, wenn es etwas tiefgründiger wird. Das 348 Seiten starke “Magic Bookshop. Im Bann des dunklen Magiers” von Amelia Mellor ist ein mehrfach ausgezeichneter Roman für Kinder ab 11 Jahren, der uns in eine besondere Welt entführt, die euch sicherlich fesseln wird.

In dieser Geschichte reisen wie nach Melbourne in das Jahr 1893 und lernen die zehnjährige Pearl kennen, die zusammen mit ihren Eltern und ihren Geschwistern in einer Wohnung über einer ganz besonderen Buchhandlung lebt. Diese gehört ihrem Vater und wird von vielen Menschen im Umkreis sehr geschätzt. Die Kinder wachsen unter behüteten Umständen auf und die Eltern sind für ihre Zeit sehr fortschrittlich eingestellt. Pearl liebt Bücher und mag es, ein wenig mit Magie zu experiementieren und magische Tricks auszuprobieren, wie es viele Menschen in ihrem Umfeld tun. Eines Tages spricht sie ein sonderbarer Mann an, der einiges über ihre Familie zu Wissen scheint. Er nennt sich selbst “Der Obskurotist”, scheint auch magische Fähigkeiten zu besitzen und möchte ihren Vater sprechen. Nach diesem Gespräch wirkt ihr Vater anders als zuvor, ängstlich und getrieben – ein wenig so wie in der Zeit, als ihre Schwester Ruby verstorben ist.

Bald kommt heraus, dass der Mann Pearls Vater einen Deal angeboten hat. Er kann der Familie Ruby zurückbringen, möchte dafür aber den magischen Buchladen haben. Der Vater nimmt das Geschäft an – aber das bringt weitere Gefahren für die ganze Familie mit sich. Das Mädchen ist entschlossen, für die Familie und ihr Lebenswerk zu kämpfen und schließt dafür zusammen mit ihrem Bruder Vally einen weiteren Deal mit dem schwarzen Magier. Sie bekommen nun von ihm sieben Aufgaben, die sie in Kurzer Zeit erfüllen müssen. Dazu müssen die Geschwister nun zusammen arbeiten, sich gegenseitig unterstützen und ihre jeweiligen Stärken und Schwächen anerkennen.

Die Geschichte startet eher langsam. Im ersten Teil lernen wir die vielen Familienangehörigen genauer kennen und erfahren mehr über ihr Verhältnis zueinander. Das ist nach dem Tod Rubys nicht mehr das Allerbeste und dieses Ereignis belastet verständlicherweise das ganze Gefüge. Danach legt die Geschichte an Spannung und Action aber deutlich zu, wird zum Teil auch recht düster. Durch den Hintergrund der Familiengeschichte ist das Ganze nicht nur eine “typische” Magiergeschichte, sondern auch tiefgründig und mit einer besonderen Charakterentwicklung.