„Ashfield Academy. Der Ruf des Wasserspeiers“

„Ashfield Academy. Der Ruf des Wasserspeiers“

Oktober 8, 2026 0 Von Maike

[unbezahlte Werbung Rezensionsexemplar] Geschichten rund um Internate, die von Kindern mit magischen Begabungen besucht werden, sind nicht unbedingt etwas Neues. Aber dieses Setting ist bei vielen Leser:innen sehr beliebt und bietet auch Möglichkeiten für tolle Geschichten. Neu hinzugekommen für Kinder ab ca. 11 Jahren ist nun „Ashfield Academy. Der Ruf des Wasserspeiers“ von Sophie Oldenstein.

Die Geschichte, die der Auftakt einer Dilogie ist, kann vor allem durch eine besondere, manchmal schon leicht gruselige Atmosphäre überzeugen. Die Protagonistin und ihre Freunde müssen einigen dunklen Geheimnissen auf die Spur kommen und in der Vergangenheit nachforschen, um das Verschwinden eines Schülers aufzudecken. Das liest sich sehr fesselnd und mitreißend und macht auf jeden Fall Lust auf den zweiten Band.

Nicky konnte es kaum glaube, als sie vor wenigen Wochen einen Brief der berühmten Ashfield Academy bekommen hat. Darin wurde ihr mitgeteilt, dass sie ein Stipendium bekommen hat und nun in diesem Internat leben und lernen darf. Dabei gehen dort sonst nur die Kinder sehr reicher Eltern zur Schule! Als sie etwas verloren im Dorf in der Nähe der herrschaftlichen Schule ankommt, trifft sie auf Pip, der ebenfalls ein Schüler des Internats ist und ihr den Weg zur Schule zeigt. Nicky staunt nicht schlecht, als sie das beeindruckende alte Gebäude mit seinen vielen Gängen und Räumen betritt. Sie lernt ihre Hausleiterin kennen und trifft auch zum ersten Mal auf ihre Mitbewohnerin Agatha, die nicht sehr erfreut über ihre Ankunft zu sein scheint.

NDie erste Woche ist nicht leicht für Nicky. Sie verläuft sich ständig, findet das Essen ungenießbar, scheint Stimmen zu hören und weiß nicht genau, wer von den anderen Kindern in Wirklichkeit nett zu ihr ist oder es nur vorgibt zu sein. Eine Mitschülerin namens Pauly kann ihr versichern, dass sie sich damals auch so gefühlt hat und bringt sie zu einer Frau im Dorf, die für sie damals eine Stütze war. Die ermutigt sie, an sich selbst zu glauben und übergibt er zudem ein Buch über die Geschichte Ashfields. Bald freundet sie sich auch mit Pauly an, die ihr mit über ihre Mitbewohnerin Agatha erzählt. Deren bester Freund, auch ein Schüler der Akademie aus ärmlicheren Verhältnissen, ist vor einiger Zeit spurlos verschwunden und niemand der Verantwortlichen scheint sich darum kümmern zu wollen.

In einer Nacht ändert sich für Nick so einiges. Drei ältere, reiche Mitschüler nehmen sie mit zu einem okkulten Ritual auf einen Friedhof und plötzliche geschehen seltsame Dinge. Zum Glück ist Agatha zur Stelle, die Nicky nun mehr und mehr in die Geheimnisse der Schule einweiht. Sie berichtet ihr von magisch begabten Kindern und besonderen Ritualen. Für die meisten Schüler ist die Ashfield Academy nur eine normale Schule, aber nicht für alle, und Nicky scheint zu diesen wenigen zu gehören.

Eine wirklich spannende und atmosphärische Geschichte über vier magisch begabte Kinder, die eher zu den „Außenseitern“ gehören und denen der Umgang mit anderen nicht immer ganz leicht fällt. Trotzdem freunden sie sich an und bilden nach und nach eine starke Gemeinschaft, die auf jeden Fall zusammen halten muss. Was noch positiv zu erwähnen ist, weil man es doch noch eher selten liest, vor allem nicht bei Hauptfiguren: Eines der Kinder ist auf den Rollstuhl angewiesen, ist aber bei allen Abenteuern ebenso dabei wie ihre drei Freunde. Hindernisse dahingehend werden gemeinsam bewältigt und einige Situationen mit einer scharfen Zunge kommentiert.

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