„Cat Dragon. Vom Zauber kleiner Abenteuer“
[unbezahlte Werbung Rezensionsexemplar] Auf dieses Buch hatte ich mich richtig gefreut – ja, auch deswegen, weil das Cover und der Farbschnitt von „Cat Dragon. Vom Zauber kleiner Abenteuer“ einfach wunderschön ist und auf jeden Fall einen Blickfang im Buchregal darstellt. Auch der erste Einblick in die Geschichte hört sich richtig gut und nach einer perfekten cosy Romance für den Herbst an. Gemütliche Wohlfühlgeschichten mit ganz viel Zauberei und niedlichen tierisch – magischen Gefährten mag ich auch jeden Fall immer gerne.
Die Geschichte und die ganze magische Welt, die von der Autorin Samantha Birch erschaffen wurde, ist auch wirklich wundervoll. Aber leider gibt es eine Schwachstelle, die das Lesevergnügen doch etwas gemindert hat: der Schreibstil! Gerade zu Anfang der Geschichte findet man durch viele sehr verschachtelte Sätze und eine sprunghaften Stil etwas schwierig in die Geschichte hinein. Ich hab hier und da sogar einige Stellen zweimal gelesen, weil ich auf einmal nicht mehr wusste, worum es geht und dachte, ich hätte etwas überlesen. Dadurch gab es auch Schwierigkeiten, Verknüpfungen zwischen verschiedenen Handlungssträngen zu ziehen, was wirklich schade ist, weil die Geschichte so viel Potential hat.

Im Verlauf der Geschichte wird dies etwas besser (oder man hat sich mehr daran gewöhnt), bevor wieder einige etwas holprige Abschnitte kommen. Ich habe schon überlegt, ob das an einer etwas unglücklichen Übersetzung aus dem Englischen liegen könnte oder ob es einfach der übliche Schreibstil der Autorin ist – oder eine Kombination aus beidem. Zur Geschichte an sich möchte ich aber auf jeden Fall auch noch etwas schreiben:

Wir reisen in die magische Welt des Tangleroot Tals und dort in ein kleines Dorf voller Hexen und magischen Wesen, in dem auch die Hexe Aloysia lebt. Anders als die anderen erwachsenen Hexen ihres Alters hat sie noch keinen Katzendrachen als magischen Gefährten an ihrer Seite. Dafür lebt aber eine sympathisch – freche Krähe zusammen mit ihr auf einem kleinen Hof. Dort geht Aloysia meistens ihrer gärtnerischen Arbeit nach und ist für ihre Zauberkräfte in diesem Bereich im ganzen Dorf bekannt. Wenn jemand Hilfe benötigt, ist sie stets nach dem bekannten Motto „Hexen helfen“ zur Stelle. Nach einem unglücklichen Tag benötigt sie selbst aber Hilfe. Ein riesenhaftes Wächterwesen ist aus bisher unerklärlichen Gründen vom Weg abgekommen und hat große Teile ihres Hofes – und damit ihrer Lebensgrundlage – zerstört.

ichte einen ganz eigenen Charme und sorgen für echtes Cozy-Fantasy-Feeling. Und vor allem Aloysia ist als Protagonistin sympathisch, denn sie ist keine strahlende Heldin, sondern eine Frau mit Unsicherheiten, die ihren eigenen Weg sucht. Auch die langsame Entwicklung der Beziehung zu Hollis fügt sich angenehm in die Geschichte ein, ohne das Abenteuer in den Hintergrund zu drängen. Der Roman setzt dabei stärker auf Wohlfühlatmosphäre und Entdeckungen als auf permanente Spannung, das Tempo ist daher stellenweise eher ruhig, wobei die sehr fantasievollen Elemente und das umfangreiche Worldbuilding an manchen Stellen etwas überladen oder erklärungsbedürftig wirken, wodurch der Lesefluss zusätzlich gelegentlich ins Stocken geraten kann.
