„Grenzen. Die Linien, die uns einen und trennen“

„Grenzen. Die Linien, die uns einen und trennen“

Oktober 22, 2026 0 Von Maike

[unbezahlte Werbung Rezensionsexemplar] Ich liebe Kindersachbücher zu speziellen Themen Sachthemen, vor allem wenn sie zugleich informativ sind, aber auch zum Nachdenken und Diskutieren einladen. „Grenzen. Die Linien, die uns einen und trennen“ von dem koreanischen Duo Gudol und Haerang ist genau so ein Buch! Wir schauen auf ein Thema, das für die allermeisten Kinder im Alltag gar nicht so präsent sein wird, das aber trotzdem einen großen Einfluss auf unser Leben hat.

Was bedeutet „Grenze“ überhaupt, wie unterschiedlich können diese aussehen und wie leicht oder schwer kann es sein, diese zu überqueren? Wir bekommen einen kindgerechten geopolitischen Einblick anhand verschiedener Beispiele, der Kinder zu interessanten Gesprächen einlädt. Vom Text und von den Illustrationen her ist das Buch schon für Kinder ab ca. 7 Jahren geeignet, vom Thema her eher für etwas ältere Kinder. Also wie immer am besten schauen, wie es individuell passt.

Diesen und vielen anderen im Zeitalter der Globalisierung wichtigen Fragen geht dieses Buch nach. Es erklärt anhand vieler Beispiele aus der ganzen Welt, was hinter der Idee „Grenze“ steckt und präsentiert somit einen breiten Überblick über aktuelle und historische Geopolitik. Das Buch lädt junge Leserinnen und Leser dazu ein, über ihren Platz in der Welt sowie über ihre Beziehungen zu anderen nachzudenken.

Beim Blick auf eine bestimmte Art von Landkarte fällt gleich auf, dass zwischen darauf Linien verlaufen, die ein Stück Land vom anderen trennen. Mal passen sich diese Linien Flüssen oder anderen geographischen Gegebenheiten an, mal scheinen sie ganz willkürlich gezogen worden zu sein. Trotzdem haben alle die gleiche Bedeutung: hier endet die Fläche eines Landes und die einen anderen beginnt. Zunächst schauen wir auf das Terminal eines Flughafens, in dem die dort reisenden Menschen gut kontrolliert werden und einige Unterlagen vorzeigen müssen. Von dort aus reisen viele Menschen über die Grenze in andere Länder. Aber es gibt auch ganz andere Grenzübergänge. Manche sind nur mit kleinen Steinen oder Infotafeln gekennzeichnet, andere sind stark überwacht oder komplett gesperrt.

Egal, wie das aussieht, oft ändert sich mit dem Grenzübertritt so einiges: Sprache, Esskultur, Währung, Religion, die Straßenseite, auf der Autos fahren – und manchmal sogar die Zeit. In einigen Ländern werden an der Grenze Märkte aufgebaut, die von den Menschen gerne besucht werden und ein manchen ist es ganz normal, dass die Menschen die Grenze täglich überqueren, beispielsweise um zur Arbeit zu gelangen. Dabei wird Europa als besonderes Beispiel für grenzenloses Leben und Reisen hervorgehoben. Es gibt sogar ein kleines Dorf, das in viele kleine Stücke unterteilt ist, von denen die einen zu den Niederlanden, die anderen zu Belgien gehören.

In anderen Gegenden der Welt gibt es Grenzen, die ganz fernab der Zivilisation verlaufen. Dass die Menschen in andere Länder reisen, mal aus friedlichen Gründen, mal aus kriegerischen, hat es schon immer gegeben. Und auch heute ist die Motivation dafür ganz unterschiedlich. Wir schauen noch auf verschiedene Grenzübergänge, die schwierig zu überwinden sind und welche, durch die Familien schon für lange Zeit getrennt sind. Manchmal entstehen neue Grenzen, mal verschwinden alte, und immer hat es Folgen für die Menschen. Trotzdem sind die Menschen der Welt miteinander verbunden, durch Technik und auch durch Umweltphänomene, die keine Rücksicht auf Grenzen nehmen.

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