Ein ‚Nein heißt Nein!‘ Bilderbuch: „Kein Bock auf Knuddeln!“
[unbezahlte Werbung Rezensionsexemplar] „Nein heißt nein!“ – Ein wichtiger Grundsatz, den schon Kindergartenkinder verinnerlicht haben sollten. Wenn man etwas nicht möchte, darf und muss man das klar und deutlich äußern, sogar wenn man damit gegebenenfalls andere vor den Kopf stoßen sollte. Und für die Erwachsenen gilt: Wenn ein Kind etwas nicht möchte, dann muss darauf gehört werden, auch wenn es noch so leise „Nein“ sagt. Zum Thema Grenzen Setzen und Beachten gibt es nun mit „Kein Bock auf Knuddeln!“ von Anette Thumser und Corinna Jegelka ein liebenswertes Bilderbuch. Auf eine humorvolle Art und Weise und mit wirklich niedlichen Illustrationen wird hier eine Geschichte über ein kleines Häschen erzählt, das sich endlich traut, allen zu sagen, was es fühlt und vor allem, was es nicht möchte. Das passt für Kinder ab 4 Jahren, ggf. schon etwas eher.

Knuddel ist ein super süßer, flauschig weicher Hase, der einfach immer niedlich aussieht. Und das auch selbst dann, wenn er gerade sauer oder traurig ist oder wenn er Bauchweh hat. Alle, die ihm begegnen, Freude, Geschwister und sogar Fremde, möchten ihn knuddeln und streicheln ihm über sein Fell. Er mag das gar nicht gerne und sagt es auch, aber wegen seiner leisen Stimme hört ihn niemand. Um das Ganze zu beenden, fasst er einen Entschluss: Er möchte nun anders aussehen, weniger niedlich und gefährlicher, vielleicht mit mürrischem Gesicht und etwas schmutzig. Gerade, als alle ihn wieder zum Knuddeln suchen, macht er sich auf in den Garten, buddelt im Schlamm und übt, wie man knurrt. Als seine Mutter das sieht, steckt sie ihn sofort in die Badewanne und wäscht ihn sauber – mit rosafarbenem Glitzer – Badeschaum. Nun sieht er noch flauschiger aus und sein Vater drückt ihn sofort, was er wieder nicht möchte.

Er braucht einen neuen Plan und möchte nun versuchen, lauter zu werden. Der kleine Hase sucht in der Garage nach Sachen, die richtig Krach machen und legt los. Er poltert und scheppert, stampft und knurrt. Alle in der Umgebung schauen erstaunt nach, was der Lärm soll und sehen, wie Knuddel im Garten steht und anfängt zu weinen. Als die Nachbarin sagt, dass sie es nicht mag, wenn es so laut ist, platzt es aus dem Hasen endlich heraus. Er schreit ganz laut, dass er es auch nicht mag, wenn man ihn knuddelt! Auf einmal sind alle ganz leise, bis Mama „Ok“ sagt. Sie schlägt vor, dass sie nun auf jeden Fall ein Kuschelverbot für alle verhängen und sie sorgen dafür, dass alle das auch hören. Auf der letzten Doppelseite lesen wir noch eine Zusammenstellung von wichtigen Grundsätzen, die immer gelten sollten: „Nein heißt nein!“ und „Kleine Stimmen brauchen große Ohren“.

Auf eine locker – leichte und auch lustige Art wird ein wichtiges Thema angesprochen. Es ist wichtig, die eigenen Grenzen klar zu setzen und dabei nur darauf zu hören, was sich für einen selbst richtig anfühlt. Die Geschichte eignet sich gut als Gesprächsanlass für Zuhause oder die pädagogische Arbeit im Kindergarten.