„Tut das weh? Auf Entdeckungstour in der Kinderklinik“
[unbezahlte Werbung] Waren eure Kinder schon mal im Krankenhaus? Mussten sie selbst einige Nächte auf einer Station verbringen, waren in ambulanten Sprechstunden oder haben jemanden besucht? „Tut das weh? Auf Entdeckungstour in der Kinderklinik“ von Florian Babor, Nibras Naami und Anke Evers ist ein sehr gut gemachtes erzählendes Kindersachbuch, das Kindern ab ca. 4 Jahren auf eine einfühlsame und gleichzeitig sehr informative Art einen Einblick in die Vorgänge im Kinderkrankenhaus gibt.

Zuerst werfen wir einen Blick auf das gesamte Gebäude, bei dem wir in die einzelnen Abteilungen schauen können. Vom der Küche und dem Radiologiebereich im Keller geht es weiter über die Notaufnahme, die Cafeteria und die Krankenzimmer bis hin zur Intensivstation im obersten Stockwerk. Danach geht es in die einzelnen Abteilungen hinein und wir können genauer erfahren, wie der Alltag im Krankenhaus abläuft. Gestartet wird dabei mit einer Besprechung des Stationsteams am Morgen, bei der diejenigen, die in der Nachtschicht gearbeitet haben, an die nächste Schicht übergeben. Im Sachtext wird den Kindern zudem der Unterschied zwischen der Ambulanz und der Station erklärt.

Nun lernen wir Jasmin kennen, die mit starken Bauchschmerzen in der Notaufnahme von einer Chirurgin untersucht wird. Diese findet heraus, dass Jasmins Blinddarm entzündet ist und durch eine Operation entfernt werden muss. So können wir auch in den Operationssaal blicken und erfahren, wie das Ganze abläuft. Auf der Station der Klinik liegt auch Mika, der einen so starken Magen – Darm Infekt hat, dass er Flüssigkeit über eine Infusion bekommt. Hier wird genau erklärt, was das bedeutet und wie es funktioniert. Es gibt noch viele weitere Patienten.
Ein vier Tage altes Baby, das zu früh geboren wurde, wird mit seinem Transportinkubator im Hubschrauber in die Klinik geflogen und eine Zweijährige muss über Nacht auf der Station bleiben, weil sie von einem Klettergerüst gestürzt ist. Toni ist für Untersuchungen in einer neurologischen Sprechstunde dort. Er hat eine Epilepsie und heute wird mit einem EEG seine Gehirnaktivität geprüft. Wir lernen natürlich auch das schöne Spielzimmer der Station kennen, in dem auch immer mal wieder Klinikclowns vorbei schauen, und essen eine Kleinigkeit in der Kantine.

Am Ende des Buches wird noch erklärt, was mit dem Blut geschieht, das den Kindern abgenommen wird und wie ein MRT Bilder vom Körper macht. Mit sehr schönen Illustrationen, einem gute Blick auf die Vielfalt unserer Gesellschaft und gut verständlichen kurzen Sachtexten bekommen wir einen spannenden Überblick über verschieden Fälle und Abläufe. Das Bilderbuch eignet sich gut dafür, einen Aufenthalt in der Klinik vorzubereiten, aber ist auch ganz grundsätzlich sehr interessant.