„Wann werden wir uns wiedersehen? Zwei Freundinnen, die Ostsee und eine Flucht in die Freiheit“
Das ist wirklich eine sehr berührende Geschichte über das Alltagsleben in der DDR, zwei Familien mit ganz unterschiedlicher politischer Einstellungen und zwei Mädchen, die eigentlich nur glücklich sein möchten. In „Wann werden wir uns wiedersehen? Zwei Freundinnen, die Ostsee und eine Flucht in die Freiheit“ reisen wir nach Leipzig in das Jahr 1985 und schauen abwechselnd in die Gefühlswelt von zwei Freundinnen, von denen eine ein großes Geheimnis hat. Die wirklich bewegende Geschichte mit sehr spannendem historischen Hintergrund passt für Kinder ab 10 Jahren.

Jana und Katja freuen sich schon sehr auf die bevorstehenden Sommerferien. Die zwölfjährige Katja kann diese aufgrund der Arbeit ihres Vaters in einer Einrichtung des Ministeriums für Staatssicherheit auf dem Darß verbringen. Jana fährt mit ihren Eltern nach Hiddensee. Gerne würden sich die beiden auch mal in den Ferien treffen, aber ihre Eltern haben ganz unterschiedliche politische Ansichten und möchten die jeweils anderen nicht wirklich gerne treffen. Katjas Eltern sind überzeugt vom politischen System, in dem sie leben und von der Idee der Gerechtigkeit, die von der Staatsführung vertreten wird. Janas Eltern stehen dem sehr kritisch gegenüber, schauen heimlich Westfernsehen und möchten nicht, dass ihre Tochter wie Katja zu den Pionieren geht.
An diesem Abend erzählen sie Jana, dass sie die DDR verlassen wollen, was natürlich streng verboten ist. Sie planen das schon seit langer Zeit und wollen versuchen, mit einem Paddelboot über die Ostsee nach Dänemark zu fliehen. Ihrer besten Freundin darf sie natürlich auf keinen Fall davon erzählen. Die Tage vergehen und Katja verbringt die Zeit im Ferienheim am liebsten mit Schwimmen. An einem Abend schlägt ihr ein älterer Junge vor, dass sie in der Dunkelheit im Meer schwimmen. Sie wissen, dass das nicht erlaubt ist und dass dort Soldaten auf der Suche nach Flüchtlingen patrouillieren. Die beiden werden erwischt und müssen auch noch mit ansehen, wie auf einen Mann geschossen wird. Danach verbieten Katjas Eltern ihr, nochmal an den Strand zu gehen und sie muss zur Strafe einen Aufsatz für ihren Vater schreiben.

Jana ist in den Ferien eine Zeit lang bei ihrer Oma auf Hiddensee und kann den Gedanken kaum ertragen, dass sie wohl nie wieder dorthin zurück kann. Danach fahren ihre Eltern mit ihr an einen See in Brandenburg, um dort noch weiter das Paddeln zu üben. Als die Ferien vorbei sind, weiß Jana, dass es nicht mehr lange bis zu ihrem Fluchttag dauert und der Umgang mit Katja fällt ihr unglaublich schwer. Sie möchte sie nicht belügen, darf aber auch nicht die Wahrheit sagen. Irgendwann hält sie es doch nicht mehr aus und berichtet von den Plänen.
