„Kommt mit in die Welt von morgen!“

„Kommt mit in die Welt von morgen!“

August 28, 2025 0 Von Maike

Wenn wir uns anschauen, wie wir leben, wie unsere Umgebung und unsere Städte und Dörfer aussehen, gibt es sicher Viele, das uns gut gefällt – aber auch einiges, das eine Änderung bräuchte. Sehr viele Autos auf den Straßen, wenig Grünflächen, auf denen gespielt werden kann, eine ganze Menge Abfall und viel Stress bei den Menschen. Wie unsere Umgebung mit einigen Veränderungen aussehen könnte, beschreiben Katja Diehl und Claire Völker im KIndersachbuch „Eine Geschichte über Mobilität, Klimagerechtigkeit und Miteinander in der Zukunft“. Das erinnert in der Summe schon an eine Utopie, aber regt sicherlich Kinder ab 8 Jahren zu Diskussionen und zum Nachdenken an.

Zusammen mit Hope reisen wir einige Jahre in die Zukunft, in der sich so einiges verändert hat. Das Kind lent zusammen mit zwei Geschwistern, den Mamas, dem Opa, einer Katze und Hühnern mitten in der Stadt in einem Mehrfamilienhaus. Dort leben mehrere Generationen zusammen und es gibt viel Kontakt. Wer gerade Zeit hat, passt auf die Kinder auf, so dass andere gut arbeiten können. Vor der Haustür fahren keine Autos mehr vorbei und es gibt überall Gemeinschaftsgärten, in denen die Menschen Obst und Gemüse anbauen. Auf den Straßen kann man gut spielen oder Sport treiben.

Das war ganz anders, als Hopes Mutter noch ein Kind war. Sie erzählt, dass früher viel mehr Autos auf den Straßen waren und man nur auf eingezäunten Plätzen spielen konnte. Die Eltern hatten lange Arbeitszeiten und haben alle für sich ihre Kindern mit dem Auto in die Kita gebracht. Bei Hope gibt es andere Mittel der Fortbewegung, vor allem viele verschiedene Arten von Fahrrädern. Und wenn davon mal eines kaputt ist, wird es repariert – genauso wie Kleidung, Elektrogeräte usw.

Auch in den Kitas und Schulen wird Gemüse angebaut und immer mit Hilfe der Eltern gekocht. Neben der Kita gibt es einen Unverpacktladen und an jedem Haus gibt es Begrünung und Photovoltaikanlagen. Hope zeigt uns noch viel mehr: den Tauschladen, die öffentlichen Verkehrsmittel, die auf Elektromobilität setzen, und den Bauernhof ihrer Tante, der am Rande der Stadt liegt. Dort werden heute keine Kühe oder Schweine mehr gehalten, aber ganz viel Gemüse angebaut. Lebensmittel aus fernen Ländern gibt es kaum noch. Hope ist froh, dass es sie in dieser Zeit lebt!

Zum einen schauen wir auf Hope, ihre Umgebung und die Erzählungen ihrer Verwandten von „Früher“. Zum anderen gibt es immer wieder Infokästen, in denen so einiges rund um Mobilität und Umweltschutz erklärt wird. Die Welt, in der Hope lebt, ist natürlich sehr perfekt und Vieles wirkt doch sehr belehrend. Unsere Gegenwart kommt nicht gut „dabei weg“ und die Kinder werden am Ende des Buches ein wenig mit dem Gefühl da gelassen, dass es teilweise doch ziemlich schlimm ist.

In der visionär gedachten Zukunft, der nahezu perfekten Welt (zumindest in den Bereichen, die hier angesprochen werden), ist natürlich Vieles sehr gut durchdacht. Als utopische Vorstellung sollte es auch angesehen werden, nicht so sehr als reale Umsetzung. Das Buch kann dadurch aber ganz wunderbar im Unterricht oder in einem anderen pädagogischen Kontext eingesetzt werden und sicherlich zu sehr gewinnbringenden Diskussionen anregen.

Das Buch wurde uns vom Verlag für eine Rezension zur Verfügung gestellt.

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